Hagebuttenmarmelade: Selbst gepflückt und eingekocht!

Hagebuttenmarmelade: Selbst gepflückt und eingekocht!

Ich liiiieeebe den Spätsommer und bin in jeder freien Minute dabei, Obst zu pflücken und zu Hause Marmeladen, Gelees und Co. einzukochen! Diesmal habe ich mich an ein Rezept für Hagebuttenmarmelade gewagt und das Ergebnis war köstlich.

Einkochen ist im Spätsommer und Herbst ja sowieso „mein Yoga“. Das Schöne daran ist, dass man weder einen eigenen Garten, noch besonders viele Utensilien zum Einkochen benötigt. Das Obst für Marmeladen, Chutneys und viele weitere selbst gemachte Vorräte könnt ihr nämlich einfach draußen pflücken oder saisonal und günstig einkaufen.

Freizugängliches Obst pflücken

In jeder Stadt gibt es freistehende Obstbäume, die man zum Beispiel im Internet auf mundraub.org entdecken kann. In Pankow habe ich letztes Jahr beim Herumstreifen einen Zufallstreffer gelandet. Mir ist ein Reifen meines Fahrrads geplatzt und das zufällig vor einem Sportplatz, auf dem mehrere vollbehangene Pflaumenbäume standen. Hätte schlimmer kommen können, oder?! 🤗
Während also der Herr der Schöpfung das Auto holen musste, um mein Rad abzuschleppen, bin ich in Ernterausch verfallen. Marillen und einige Birnen hatten wir zuvor schon geerntet. Wenn nichts mehr geht, werde ich Erntehelferin. Das kann ich echt gut! ;) Aus den Pflaumen habe ich dann Pflaumenmus, Pflaumenkuchen mit Streuseln und natürlich Chutney gemacht. Das Bild zeigt nur einen Bruchteil der Ernte.

pflaumenernte

In diesem Jahr sind wir umgezogen und ich habe ich mir zur ersten Orientierung einige Adressen in unserer neuen Umgebung auf mundraub.org herausgesucht. Auf dem Pflückplan standen eigentlich Brombeeren. Wie so oft habe ich dann aber alles Mögliche gefunden, nur keine Brombeeren. Das liegt weniger an der Genauigkeit der Pflückadressen im Internet, sondern eher an meinem fehlenden Navigationstalent. Ich könnte nicht einmal Autofahren, wenn da nicht mein schlaues Handy-Navi wäre!

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Aber auch die schlimmste Orientierungslosigkeit führt irgendwo hin, in meinem Fall war das ein kleiner Hügel in Berlin-Hellersdorf. Da gab es Äpfel, Birnen und vor allem viele Hagebuttensträucher. Und als kleinen Bonus obendrauf habe ich eine Wiese entdeckt, auf der es wunderschön bunt blühte. Schaut mal was für einen tollen Strauß ich dort gepflückt habe: luzerne

Der Strauß hat sich über eine Woche gehalten und seit gestern weiß ich dank meiner schlauen Facebookfans auch, dass es sich dabei um Luzerne handelt.

Die Hagebutten wollte ich so einfach wie möglich verarbeiten. Traditionelle Rezepte sehen vor, dass man die Früchte zuerst entkernt und dann weiterverarbeitet. Ich hab es anders ausprobiert, einfacher, schneller und ohne „Fummelei“ an den Kernen und wir fanden das Ergebnis köstlich! Hier ist also mein Rezept für Hagebuttenmarmelade mit Vanille. Schreibt mir doch gern mal in die Kommentare, wie es euch geschmeckt hat.

Rezept für Hagebuttenmarmelade

5 von 1 Bewertung
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Hagebuttenmarmelade: Schnelles Rezept ohne Entkernen
Vorbereitung
10 Min.
Zubereitung
20 Min.
Arbeitszeit
30 Min.
 

Hagebuttenmarmelade mit einem Hauch Vanille, ganz einfach zubereitet. Ich spare mir das Entkernen der Früchte und passiere sie nach dem Kochen.

Gericht: Grundrezept
Länder & Regionen: Deutsche Küche, regionale Küche
Portionen: 40 Portionen
Kalorien: 44.2 kcal
Autor: Nicole
Zutaten
Für die Hagebuttenmarmelade
  • 600 g Hagebutten
  • 1   Liter Wasser
  • 200 g Zucker ich benutze meistens Rübenzucker
  • 1 Vanilleschote oder 1 leicht geh. TL Bourbonvanillepulver
  • 1/2 Bio-Limette oder kleine Zitrone Schale und Saft
  • 1 gestr. TL Agar-Agar
Außerdem
Zubereitungsschritte
  1. Die Hagebutten ggf. verlesen, gut waschen und die Stiele entfernen. Hagebutten mit 1 Liter Wasser aufkochen, bei mittlerer Hitze und angekipptem Deckel ca. 40 Minuten köcheln, bis die Hagebutten weichgekocht sind.
  2. In der Zwischenzeit die Gläser sterilisieren. (siehe Anleitung zum Einkochen).
  3. Die Hagebutten samt Kochwasser mit einem Pürierstab grob pürieren. Es geht hier nicht darum, eine glatte Masse zu erhalten. Vielmehr macht es das nun folgende Passieren einfacher. Die grob pürierte Masse durch ein feines Sieb passieren. Ich verwende zum Passieren eine Suppenkelle, mit der ich das Hagebuttenmus durch ein Sieb drücke, ein Esslöffel tut es aber auch. Zum Schluss bleiben nur die harten Schalen und die Kerne im Sieb zurück. Die werden entsorgt.

  4. Die Vanilleschote mit einem Messer halbieren und das Mark herauskratzen. Das passierte Hagebuttenmus mit Zucker, Schale und Saft 1/2 Limette oder kleinen Zitrone,  Agar-Agar und Vanille unter Rühren zum Kochen bringen und 2 Minuten unter stetigem Rühren köcheln lassen.

  5. Die Marmelade noch heiß in die Gläser füllen und fest zuschrauben. Die Gläser mit einem Handtuch zudecken und langsam abkühlen lassen.

Nutrition Facts
Hagebuttenmarmelade: Schnelles Rezept ohne Entkernen
Amount Per Serving (20 g)
Calories 44.2 Calories from Fat 1
% Daily Value*
Total Fat 0.1g 0%
Total Carbohydrates 7.2g 2%
Dietary Fiber 3.6g 14%
Protein 0.2g 0%
Vitamin A 49%
Vitamin C 80%
Calcium 3%
Iron 1%
* Percent Daily Values are based on a 2000 calorie diet.


Hagebuttenmarmelade einkochen

Das Einkochen kann man im Topf oder Backofen erledigen. Es macht das Gelee haltbar. Ein umfangreiches Tutorial zum Einkochen habe ich hier im Blog veröffentlicht. Darin ist auch eine übersichtliche Grafik zum Herunterladen und Ausdrucken enthalten.

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9 Kommentare

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  1. Oh man, jetzt kribbelt es mir grad auch in den Fingern! Ich hab dies Jahr noch gar nichts eingekocht (shame on me!) aber das wird sich bald ändern. Danke für die Inspiration und das tolle Rezept! Ich muss mal die Augen nach Hagebutten aufhalten…. Klingt echt lecker!

  2. Gern geschehen :) Ich teste auch gerade unterschiedliche Methoden zum Kräuter haltbarmachen. Da kommen also bestimmt noch weitere Ideen.

  3. Super, Nicole, gestern habe ich 1 Kilo Hagebutten gepflückt. Ich bin gespannt, denn Hagebuttentee finde ich scheußlich… Aber das klingt bei dir so lecker… Sag mal hast du das schwarze (Blütenansatz) auch abgeschnitten? LG Anja

  4. Hm, sehr fein…Ich habe dieses Jahr auch noch nichts eingekocht, nun wird es wirklich langsam Zeit;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

  5. Ich sitze hier breit grinsend vor dem Bildschirm und freue mich über deine Früchte im Waschbacken. Schön, endlich Herbst!

  6. Hallo Nicole,
    Deine Vorliebe für Hagebutten kann ich gut nachvollziehen und Deine Ernte-Energie motiviert und inspiriert!
    Kennst Du Tee aus Hagebuttenkernen? Sehr lecker!
    Einfach die Kerne aus den Früchten lösen (naja es ist etwas fummelig, aber lohnt sich) und die Kerne dann trocknen lassen. Nach ein paar Tagen kannst Du sie wie folgt zubereiten: pro 250-300 ml ca. 1 TL Kerne 10-15 Minuten köcheln lassen, fertig. Den Tee durch ein Haarsieb gießen, da die feinen Härchen an den Kernen beim Schlucken reizen können. Schmeckt irgendwie toll vanillig!
    :)
    Liebe Grüße, Christine

  7. Das probiere ich dann im nächsten Jahr mal aus. Ich hatte, da ich ja die ganzen Früchte gekocht habe, auch ein tolles Vanillearoma in der Marmelade. :)

  8. Habe gestern auch Hagebutten gesammelt. Werde mich auch mal in der Marmeladen Herstellung probieren und den Rest als Tee trocknen. Die Schalen der Früchte sind noch ziemlich hart. Vielleicht sollte man mit dem Pflücken noch ein paar Tage warten, bis der erste Nachtfrost die Schalen weicher gemacht hat.

  9. In meiner Kindheit gab es immer rohgerührte Hagebuttenmarmelade… Unvergleichlich gut! Und gesund. Die entkernten Hagebutten (schreckliche Arbeit….) durch einen Fleischwolf drehen oder mixen, zusammen mit Zucker, der es haltbar macht. Fertig.