Kokosdrink selber machen: Mit diesem einfachen Rezept sparst du viel Geld und Abfall!

Kokosdrink selber machen: Mit diesem einfachen Rezept sparst du viel Geld und Abfall!

Kokosdrinks sind, neben anderen Pflanzendrinks aus Mandeln, Soja, Reis, Hafer oder Dinkel mittlerweile im Standardsortiment der Supermärkte und Bioläden angekommen. Das ist klasse, vor allem weil man sich so sehr einfach durch die verschiedenen Geschmacksrichtungen probieren kann. Einen oder zwei Haken hat die Sache für mich dann aber nach doch: In vielen Drinks versteckt sich Zucker und die Fertigpflanzendrinks sind in der Regel teuer. So oft es geht mache ich darum meine Pflanzendrinks selbst. Schmeckt viel besser und ist im Falle des Kokosdrinks so leicht, dass es sich gar nicht lohnt, ihn zu kaufen.

Du benötigst nur wenig Equipment (Stabmixer, sauberes Tuch, heißes Wasser und Feinsieb) und für den Basis-Kokosdrink (ohne weitere Zusätze) natürlich Kokosflocken bzw. Kokosraspeln. Meine Lieblingskokosflocken kommen von Dr. Goerg (Bioladen oder hier online*), weil diese Firma transparent, fair, nachhaltig und in Bioqualität produziert. Außerdem sind die Flocken in Papier verpackt. Das ergibt unter’m Strich überschaubare Zutaten und überschaubaren Abfall.

Kleiner Ausflug in den Unverpackt-Laden

Wer in der Nähe eines Unverpackt-Ladens wohnt und die Kokosflocken dort einkauft, kann sogar komplett auf Plastik verzichten. Übrigens: In diesem Jahr haben auch große Ketten wie die BioCompany damit begonnen, bestimmte Trockenwaren zum Selbstabfüllen zur Verfügung zu stellen. Kokosflocken sind bei der BioCompany – soweit ich weiß – noch nicht dabei, allerdings kann sich das schnell ändern. Auch das Veganz bietet in seinen Filialen schon länger Trockenvorräte zum selbst Abfüllen an und hat dieses Angebot gerade noch einmal erweitert.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass es flächendeckende Möglichkeiten für den plastikfreien Einkauf geben wird und unterstütze „Unverpackt“-Konzepte, wo ich kann. Ein Einkauf ohne Müll könnte dann so aussehen:

zero waste einkauf

Das Bild stammt von meinem Einkauf im Friedrichshainer Laden „Mein Markt, meene Welt“ , der sich sich als eine Mischung aus Unverpackt-Laden und Tante Emma Laden versteht. Es hat mir extrem gut gefallen dort einzukaufen und mich an den „Konsum“ in dem kleinen Dorf erinnert, in dem ich groß geworden bin. Die tollen Jutebeutel auf dem Bild habe ich direkt im Markt gekauft, es gibt sie aber auch als Starterset online zu kaufen. Schau mal hier, die Beutel sind wie die auf dem Bild*. Sie ergänzen nun meine Sammlung wiederverwendbarer Beutel von „Again and Again“ für Obst und Gemüse perfekt, die ich schon seit Jahren nutze. Damit lässt es sich auch in normalen Supermärkten und im Bioladen sehr gut einkaufen und man spart wirklich extrem viel Abfall. Ein Teil unseres Bioladen-Einkaufs von gestern in den Again and Again Beuteln:

wiederverwendbare-gemuesebeutel

Mein Tipp zum Einkauf mit wiederverwendbaren Beuteln: Wiege vorher das Leergewicht (meine Beutel wiegen leer 18 g) und sage es dem Kassierer an der Kasse an. Er kann dann oft das Gewicht der Beutel beim Wiegevorgang herausrechnen. In Bioläden funktioniert das immer, in Supermärkten ist man manchmal ein bisschen auf den Kassierer angewiesen. Bei Rewe ist es mir z.B. schon passiert, dass das Beutelgewicht an der Kasse nicht herausgerechnet werden konnte. In so einem Fall kann der Beutelinhalt immer noch herausgenommen und gewogen werden.

Tofutussis!

Das Papier in dem der Tofu oben eingewickelt ist, lässt sich übrigens kompostieren. Den Tofu (aus in Deutschland geernteten Sojabohnen, handgemacht in Berlin!) bringen die Tofutussies mit dem Fahrrad in den Laden. Ich finde das ist ein großartiges Konzept und bin grooooßer Fan der Tussies! :)

Zurück zu den Kokosraspeln und unserem Kokosdrink! Das Rezept ist als Grundrezept zu verstehen, mit dem man sehr schön spielen kann. Weniger Wasser ergibt cremige Kokosmilch zum Kochen und Verfeinern. Wer es süßer mag, mixt Datteln oder Ahorn- bzw. Agavensirup in den Drink, oder wie wäre es mal mit einem leckeren Schoko-Kokos-Drink? Oder einem mit Erdbeeren? Es gibt unzählige Möglichkeiten für jede Saison und jede kulinarische Laune.

kokosmilch-cremig

Basis-Rezept zum Kokosdrink selber machen

Zutaten für 1 Liter Kokosdrink

  • 150 g Kokosraspel
  • 1 Liter heißes Wasser
  • optional: 1/4 TL gemahlene Vanille und 1 Prise Salz; 3-4 Medjool Datteln oder 1 EL Ahorn- oder Agavensirup zum Süßen

So wird der Basis-Kokosdrink gemacht:

  1. Die Kokosraspel in eine ausreichend große Schüssel geben und mit 1 Liter heißem, aber nicht mehr kochenden Wasser übergießen und 10 Min. quellen lassen.
  2. Die gequollenen Kokosraspel mit dem Wasser in einem hohen Mixbecher geben und per Stabmixer fein pürieren. Alternativ im Standmixer pürieren.
  3. Ein feines Sieb mit einem sauberen Tuch (z.B. ein Leinentuch oder sauberes Handtuch) auslegen und das Sieb über eine Schüssel hängen. Die pürierte Masse in das Sieb gießen und abkühlen lassen (Vorsicht, nicht die Finger verbrennen!). Das Tuch anschließend nach oben zusammen nehmen und die Kokosflocken kräftig auspressen. Fertig!
  4. Die ausgepressten Kokosflocken trockne ich und verwende sie anschließend als Zutat zum Kuchenbacken, indem ich bis zu 100 g Mehl (auf 500 g berechnet) durch die ausgepressten Flocken ersetze. Sie schmecken nur noch ganz minimal nach Kokos, sind aber zu schade zum Wegwerfen und enthalten immerhin noch Ballaststoffe. Man kann die Flocken natürlich auch kompostieren oder immer mal wieder in die Blumenerde von Zimmerpflanzen einarbeiten.
  5. Der Kokosdrink hält sich 2-3 Tage im Kühlschrank. Vor der Verwendung schütteln, da keine Bindemittel eingesetzt werden.

vorratcover Dieses Grundrezept und viele weitere leckere Rezepte für deinen eigenen Vorrat findest du in meinem Buch „La Veganista – Mein selbst gemachter Powervorrat“. In das Buch kannst du schauen, wenn du hier klickst.


Hier auf meinem Blog habe ich außerdem weitere Vorratsrezepte veröffentlicht:

Apfelmus selber machen (ohne Zucker, ganz einfaches Rezept)

Quitten-Birnen-Marmelade

Cashewmus selbst herstellen


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Foto oben: René Riis für Gräfe und Unzer

2 Kommentare

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  1. Ich habe den neuen kleinen Laden in F-Hain jetzt auch schon ein paar Mal besucht und finde es auch wirklich schön da, ABER dass die meisten Waren nicht in Bio-Qualität daher kommen ist schon schade. (Gerade bei Tee, Kräutern, Getreide, und Gewürzen ist mir das eigentlich sehr wichtig) Trotzdem Danke für die Inspiration auf Instagram letztens. ;-) Seit ich die Säckchen habe, kaufe ich, wo es geht, unverpackt.
    LG, C

  2. Das mit der Bioqualität ist richtig. Wir haben bei unserem Besuch mit der Betreiberin darüber gesprochen. Sie versucht, die Preise im Rahmen zu halten, was mit zertifiziertem Bio nicht immer vereinbar ist. Toll, dass du den Laden besucht hast. :)

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