Grünkohl-Sesam-Bällchen: Knusprige Appetizer für die Winterzeit

Grünkohl-Sesam-Bällchen: Knusprige Appetizer für die Winterzeit

Grünkohl hat in den Wintermonaten seine Hauptsaison und Du kannst das vitaminreiche Gemüse auf Märkten und natürlich auch im Supermarkt frisch (und oft aus regionalem Anbau) kaufen. Ich liebe Grünkohl, allerdings nicht klassisch gekocht.

Stattdessen bereite ich Grünkohl gern etwas frischer zu, zum Beispiel als Grünkohlbällchen mit knuspriger Sesampanade und scharf-zitronigem Würzöl.

Grünkohl verträgt jede Menge Gewürze und in diesem Rezept habe ich bei den Gewürzen ein Asia-Italien-Crossover ausprobiert:  mit Paprika und Oregano, Olivenöl, Ingwer und Chili.

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Die Kombination bringt es! Ich habe die kleinen Bällchen schon mit Kochkursteilnehmern und als Häppchen vorneweg auf Dinnerevents zubereitet und die kamen immer sehr gut an.

Zubereiten kannst Du sie als Snack, als Zugabe für eine Bowl oder als Appetizer bzw. Vorspeise.

Grünkohl lagern und konservieren

gruenkohl haltbar machen

Für das Rezept brauchst Du nur 100 g Grünkohl, wenn Du die Menge also nicht gerade passend kaufen kannst, wirst Du noch eine ordentliche Menge übrig haben. Was kannst Du damit anstellen? Hier mal ein paar Ideen und Tipps:

Grundsätzlich hält sich der Kohl ca. 1 Woche im Kühlschrank. Um ihn möglichst frisch zu halten, entferne ich die Stiele, wasche die Blätter, lasse sie kurz abtropfen und lege die Blätter mit 1-2 Lagen feuchtem Küchenpapier in einen Beutel oder eine Frischhaltebox. Besser ist es aber, den Kohl möglichst frisch zu konservieren.

Möglichkeit 1 – Grünkohl kochfertig einfrieren:

Den Grünkohl waschen, trockenschleudern, die Stiele entfernen, fein hacken und portionsweise einfrieren. Du kannst diesen TK-Grünkohl wie frischen Kohl verwenden, oder wann immer ein Rezept nach tiefgefrorenem Grünkohl verlangt. Vorteil dieser Methode ist, dass der Grünkohl sich bis zu 5-6 Monate im Tiefkühler hält. Allerdings wird der Kohl beim Kochen relativ schnell seine knallig-grüne Farbe verlieren. Verhindern lässt sich das durch ein vorheriges Blanchieren, das verkürzt aber die Haltbarkeit.

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Möglichkeit 2 – Grünkohl blanchiert einfrieren:

Den Grünkohl waschen, die Stiele entfernen, die Grünkohlblätter für 30 Sek. in kochendem Salzwasser kochen, herausnehmen, mit eiskaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. Danach gut ausdrücken, es soll so wenig Kochwasser wie möglich zurückbleiben.

Den gekochten Grünkohl hacken und zu Kugeln (ø ca. 5 cm) pressen. Die Kugeln auf einem Teller oder Blech einzeln einfrieren und anschließend portionsweise verpacken und bis zu 3 Monate im Tiefkühler aufbewahren. Das mache ich auch mit frischem Spinat so, hier ein Bild davon:

selbstgemachter Tiefkühlspinat

Mehr dazu in meinem Aloo Palak Rezept.

Und hier noch eine weitere Idee, frischen Grünkohl für den Vorrat zu konservieren.

Möglichkeit 3 – Grünkohl trocknen: 

Ja, auch das geht natürlich und vielleicht kennst Du getrockneten Grünkohl auch schon aus dem Supermarkt in Form von Grünkohlchips. Auch die kann man einfach selbst machen. Dazu werden mundgerechte Stücke aus den Grünkohlblättern gezupft, mit einer Marinade gemischt getrocknet. Das geht im Backofen bei ganz niedrigen Temperaturen, auf der Heizung oder im Dörrgerät.

Viel Spaß mit meinem veganen Grünkohlrezept und schreib mir doch mal in die Kommentare, wie Du Grünkohl am liebsten zubereitest. :)

Appetizer aus frischem Grünkohl

Gruenkohlbaellchen

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Grünkohl-Sesam-Bällchen mit buntem Chili-Ingwer-Dressing
Vorbereitung
10 Min.
Zubereitung
20 Min.
Arbeitszeit
30 Min.
 

Frischer Grünkohl mal ganz anders! Mein veganes Grünkohlrezept eignet sich wunderbar als Vorspeise oder Snack (auch kalt). Wenn Du Grünkohl einmal modern interpretiert zubereiten möchtest, sind meine Grünkohl-Sesam-Bällchen genau das Richtige für Dich!

Gericht: Snack, Vorspeise
Länder & Regionen: vegan
Portionen: 4 Portionen
Autor: Nicole Just
Zutaten
Für die Grünkohl-Sesam-Bällchen
  • 100 g Grünkohl oder Schwarzkohl
  • ½ Zwiebel
  • 1 EL geschrotet Leinsamen
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 gestr. TL Salz
  • ½ TL Oregano getrocknet
  • ½ TL Paprikapulver scharf
  • 100 g Kichererbsenmehl Ersatz: Linsenmehl
  • 50 ml Pflanzendrink, ungesüßt
  • 50 g helle Sesamsaat
Für das Dressing
  • 1/2 rote Peperoni
  • 1/2 gelbe Peperoni
  • 1/2 grüne Peperoni
  • 7 g Ingwer 1 walnussgroßes Stück
  • 1 kleine Bio-Zitrone Schale
  • 100 ml Olivenöl nativ
Außerdem
  • 500 ml neutrales Pflanzenöl zum Frittieren
Zubereitungsschritte
  1. Die geschrotete Leinsaat mit 1 EL Wasser verrühren und bis zur weiteren Verwendung quellen lassen. Den Grünkohl waschen, trockenschleudern und die harten Strünke entfernen.
  2. Den Grünkohl mit einem Messer sehr fein hacken oder in der Küchenmaschine fein häckseln. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und Grünkohl sowie Zwiebelwürfel 2 Min. unter Rühren bei mittlerer Hitze anbraten.
  3. Die gebratene Grünkohl-Mischung in eine Schüssel geben, das Kichererbsenmehl, die
  4. gequollene Leinsaat und die weiteren Zutaten bis auf den Sesam dazugeben und alles gut verrühren.
  5. Die Mischung 20 Min. bei Zimmertemperatur quellen lassen. In der Zwischenzeit die Peperoni waschen, längs halbieren und die Kerne entfernen. Die Hälften in sehr feine Würfel schneiden. Den Ingwer schälen und fein reiben. Die Zitrone heiß abwaschen, trocknen und die Schale abreiben bzw. mit einem Zestenreißer abziehen.

  6. Peperoni, Ingwer und Zitronenschale mit 100 ml Olivenöl mischen und beiseite stellen.

  7. Das Öl zum Frittieren in einem kleinen Topf erhitzen. Aus der Grünkohlmasse jeweils 1 leicht geh. TL abstechen und mit feuchten Händen 16 walnussgroße Kugeln formen.

  8. Die Kugeln rundherum im Sesam wenden und portionsweise ca. 3 Min. bei mittlerer Hitze im Öl frittieren, bis sie rundherum goldbraun aussehen. Danach zum Entfetten auf Küchenkrepp geben. Die Bällchen mit dem Dressing beträufeln und servieren. Zum Mitnehmen Bällchen und Dressing getrennt einpacken.

Tipps

Das verwendete Öl zum Frittieren kannst Du noch mehrere Male verwenden. Lass es abkühlen und filtere es dann durch ein feines Teesieb oder einen Kaffeefilter. Danach kannst Du das Öl in einem Schraubglas kühl und dunkel aufbewahren. Sobald das Öl sich dunkler verfärbt oder "alt" riecht muss es entsorgt werden. Das geht auf Wertstoffhöfen (bei größeren Mengen) oder - für den Hausgebrauch - darf man flüssige Fette (verschlossen) oder feste Fette in kleinen Mengen über den Hausmüll entsorgen.

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