Vegan grillen: Seitan oder Tofu?

Wer vegan grillen möchte kommt selten an den Alternativen zur Bratwurst vorbei, die der Veganhandel bzw. der Bioladen in Hülle und Fülle bereithalten.

Und so, wie sich der Fleischfreund jedes Jahr auf ein Neues wieder zwischen Thüringer und Schweinebauch entscheiden muss, ist auch der Veganer seit einiger Zeit fast überfordert ob der großen Auswahl. Eine Frage steht dann beim veganen Grillen ganz besonders im Fokus: Tofu oder Seitan – Welches sind denn nun die besseren Würstchen?

Seitan Würstchen: Vegan grillen und es nicht einmal merken

Gut, ich bin schon seit über einem Jahr Veganer, aber ich bin mir sicher, selbst einige routinierte Fleischesser würden beim ersten Biss in ein gut gemachtes Seitan- bzw. Weizeneiweiß-Würstchen den Unterschied nur sehr vage erahnen. Weizeneiweiß-Produkte bekommt man nicht nur für den Grill, sondern auch als Snacks zwischendurch und für viele weitere Anlässe. Hier mal eine Top 5 der Produkte, die man UNBEDINGT ausprobieren muss:

1. Die Topas Wheaty Bratrolle „Thüringen“. Die habe ich heute zum ersten Mal probiert und für ausgesprochen „gefühlsecht“ befunden. Für Menschen mit Fleischbeißekel oder einfach Vegetarier und Veganer, die den Geschmack von Fleisch nicht mögen vielleicht schon eine Nummer zu „echt“. Für zwei Thüringer (200g) zahlt man im Bioladen etwa 2,95 €.

2. Topas Wheaty Aufschnitt: schmeckt wie echte Wurst. Der Preis ist mit um die 2 € für 100g nun auch nicht gerade alltagstauglich, aber Alternativen wie Räuchertofu und vegane Aufstriche lassen ja auch sonst keine Langeweile aufkommen. Fazit: Ab und an mal gönnen!

3.Viana Real Jumbos:
Geräucherte „Würstchen“ die an sehr würzige „Wiener Würstchen“ erinnern und in Konsistenz und Geschmack sehr nahe an die deutlich teureren Space Bars herankommen. Für 5 Stück á 275 g bezahlt man um die 3,50 €. Einsatzmöglichkeiten neben dem veganen Grillabend: „Würstchen“-Gulasch, Hot-Dog, Eintopfeinlage oder einfach wie früher als „auf die Hand“.

4. Dafür und für unterwegs bzw. einfach mal zwischendurch unersetzlich sind die Space Bars. Meine Lieblingssorte: Topas WHEATY SPACEBAR Chorizo. 40g kosten ungefähr 1 €. Im Versand bekommt man sie deutlich günstiger. Wer auf eine Grillparty eingeladen ist, kann zur Not auch noch einen Spacebar aus der veganen Tasche zaubern und den einfach mit auf den Grill legen. Die Dinger werden nämlich aus dem Kühlregal verkauft, müssen aber eigentlich gar nicht gekühlt werden.

5. Topas WHEATY BRATSTÜCK Kassler Art. 150g kosten ungefähr 2,50 €. Der Geschmack ist für mich so echt, dass es mir manchmal unheimlich wird.

Wer also Veganer ist, weil er einfach nicht mit den Umständen leben möchte, aus denen die Wurst oder das Schnitzel kommt, grundsätzlich aber nichts gegen einen herzhaften Fleischgeschmack hat, wird mit Seitanwürstchen und allen anderen Fleischersatzprodukten auf Weizeneiweißbasis glücklich.

Tofuwürstchen: Naja, Tofu eben…

Als ich auf eine tierfreie Ernährung umstellte war gerade Mai und die Grillsaison stand kurz bevor. Ich selbst hatte vor meiner ersten Grillparty als Veganer gar keine Zeit, mich mit den verschiedenen Produkten auseinanderzusetzen.

So lag die Entscheidung für mein erstes Tofu-Grillwürstchen also auch nicht bei mir, sondern beim Gastgeber. Der war Fleischesser und hätte Seitan wahrscheinlich für eine japanische Stadt gehalten, so griff er denn zu Tofu und ich zwangsläufig auch.

Der Geschmack von Tofuwürstchen ist gar nicht so übel, dennoch kommen sie nie und nimmer an Seitan heran. Das schlimme ist jedoch nicht die seichte Langeweile an den Geschmacksnerven, sondern eher die Konsistenz. Nichts gegen Natur-Tofu, aber der ist eben „nur“ Sojabohnenquark und hat so schon von Hause aus nicht das Zeug zum guten Würstchenfake. Wer jedoch Weizeneiweiß aus den oben genannten Gründen ablehnt, wird in Tofuwürstchen eine gute Alternative finden.

Naja und dann gibt es ja natürlich auch noch das vegane Grillen ohne die ganzen Fleischersatzprodukte. Dass das nicht langweilig sein muss und sogar mit Tofu schmeckt, zeigt zum Beispiel das Rezept für Tofu-Gemüse-Spieße auf Huettenhilfe.de.

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2 Kommentare

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  1. Pingback: Der vegane Wochenrückblick (KW 13/2012) | Deutschland is(s)t vegan | Deutschland is(s)t vegan

  2. Der Beitrag ist ja schon „etwas älter“. Aber danke trotzdem für den Lacher. Bin ebenfalls im Mai umgestiegen und mir ging es mit dem Grillgut exakt wie dir! Dieses Wochenende werde ich mich an meine ersten selbstgemachten Vegan-Würste machen. Damit ich für nächstes Jahr gewappnet bin. Hihi