Chiapudding-Rezept mit Suchtgefahr und einige Hintergründe zur Chia Pflanze

Chiapudding-Rezept mit Suchtgefahr und einige Hintergründe zur Chia Pflanze

Chiasamen sind derzeit mein Suchtmittel. Seitdem ich sie entdeckt habe, müssen immer welche griffbereit sein. Zusammen mit roher Mandelmilch kann man damit wunderbare Puddings herstellen. 

Das Grundrezept für Chiapudding verändere ich je nach Laune. Sehr lecker ist er mit Früchten, aber auch mit Kakao. Dafür einfach einen Rohkostkakao herstellen und die Chiasamen darin quellen lassen. Wenn ich Kokosmilch und Obst zu Hause habe, püriere ich beides kurz und lasse dann die Chiasamen darin ziehen. Dieser Pudding ist dann durch die Kokosmilch nicht mehr roh, aber trotzdem lecker.

Grundzutaten für Chiapudding

  • 1 Kaffeebecher (ca. 240 ml) rohe Mandelmilch (1/3 Kaffeebecher Mandeln über Nacht einweichen, Einweichwasser wegkippen, mit 1 Kaffeebecher Wasser pürieren und durch ein Sieb geben, Pulp aufheben und z.B.  in Rohkostbrot oder Crackern verarbeiten)
  • 3 – 4 EL Chiasamen (wenn es schnell gehen soll nehmt einfach 4 EL, wenn ihr den Pudding über Nacht ziehen lasst reichen 3)
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1 Msp Vanillepulver
  • 1 Msp Zimt

Alle Zutaten gut verrühren und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Zwischendrin umrühren. Lecker!

Wo liegt der Unterschied zwischen Bio-Chiasamen und den „normalen“?

Als ich von den Samen zum ersten Mal hörte (ich glaube das war in dem Buch von Kris Carr „Crazy Sexy Diet„) wusste ich gar nichts damit anzufangen. Und in der Tat bekommt man sie im Moment sehr schlecht in Geschäften. Ich bestelle meine deswegen immer online bei Pure Raw. Dort gibt es sogar zwei Sorten: Einmal die „normalen“ Chiasamen in Rohkostqualität und einmal die in der Version „roh und bio“. Kirstin von Pure Raw verriet mir letztens in einem sehr netten Telefonat, dass die Bio-Chiasamen etwas herber im Geschmack sind. Wenn ihr diese köstlichen kleinen Wunderdinger also zum ersten Mal probiert, solltet ihr vielleicht mit den „normalen“ starten und dann mal schauen, ob euch herber auch liegt. Mit den herben Samen kann man auch wunderbares Salatdressing (Rezept folgt bald!) machen oder sie in Rohkostcrackern und -brot verarbeiten.

Hintergrundwissen zu Chiasamen

Chia sind die Samen der gleichnamigen Pflanze. Deren lateinischer Name lautet „Salvia hispanica“ und wer sich ein wenig in der Botanik auskennt, kennt die Gattung „Salvia“ aus seinem Kräutergarten. Die Chiapflanze hat tatsächlich auch Ähnlichkeit mit dem gemeinen Salbei. Ganz neu ist das Wissen um die hervorragende Quelleigenschaft ihrer Samen übrigens auch nicht: Bereits die Azteken kannten Chia und glaubten daran, dass die Samen ihnen übernatürliche Kräfte schenken. Und Edward Palmer, ein Pflanzenforscher, schrieb 1871:

„Um Chia zum Essen zuzubereiten, werden die Samen geröstet und gemahlen, und durch das Hinzufügen von Wasser entsteht eine schleimige Masse mit einem Vielfachen des vorherigen Volumens. Je nach Vorliebe wird gezuckert, und fertig ist der preisgekrönte halb flüssige Pinole der Indianer.“ (Quelle: Wikipedia)

Warum sind Chiasamen so gesund?

Zwischendrin sind Chiasamen eigentlich komplett vergessen worden, bis die Forschung sich ihrer annahm und dabei Erstaunliches feststellte: Die Samen sind nämlich die bislang beste Quelle für pflanzliches Omega-3. Außerdem kann kein anderes Getreide deren Nährstoffdichte übertreffen. Sie enthalten das Chiaöl (dieses wiederum sehr viele Antioxidantien), hochwertige pflanzliche Proteine, Vitamin A, Riboflavin, Niacin, Thiamin und Mineralien wie Zink, Kalzium, Kalium, Kupfer und Phosphor. Durch die Quelleigenschaften und viele Ballaststoffe machen Chiasamen auch sehr lange satt. Bei mir sind sie darum als gesundes Dessert nicht mehr wegzudenken und komen manchmal auch als Frühstück auf den Tisch, weil sie so einfach mitzunehmen sind. Ich bereite manchmal am Abend einen Pudding vor und nehmen ihn morgens mit ins Büro. Da kann durch die Konsistenz nicht viel kleckern und der Pudding hält auf jeden Fall auch ein paar Stunden ohne Kühlschrank durch.

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