Das Kopps in Berlin: Zu Gast bei Björn Moschinski

Berlin ist seit kurzem um eine vegane Pilgerstätte reicher: Das Kopps in Mitte hat eröffnet. Björn Moschinskis Restaurant in bester Lage könnte sich zum neuen Hot-Spot entwickeln.

Berlins Veganer können mittlerweile eigentlich in jedem Stadtteil gut essen gehen. Die ausschließlich veganen Angebote limitierten sich in meiner Nähe (Mitte, Friedrichshain und Prenzlauer Berg) jedoch oft selbst: Zu viel Fast Food, zu wenig Candle Light Dinner. Nicht falsch verstehen: Ich mag die Burger im Vego und verehre die Mädels von Maja’s Deli für ihre Torten (für ein Stück „Käse“-Kuchen bin ich schon durch orkanartige Böen und Regen gestapft und ich würde es jederzeit wieder tun!). Aber so richtig „schön“ essen gehen, mit ein bisschen Tamtam und Kerzenlicht, schönem Besteck und einer Tischdecke, konnte man bisher in meinem Einzugskreis nur im Lucky Leek.

Das Kopps: gemütlich und stylisch zugleich

Wie gesagt, „bisher“, denn jetzt ist da das Kopps und mein Eindruck beim Betreten der Location ist mehr als positiv: Die Farben sind modern aber zurückhaltend, die Deko ist schön aber überfordert mich nicht und das Licht ist warm und gemütlich. Hier, im Erdgeschoss eines leicht „ostigen“ Plattenbaus, hat das Kopps Team wirklich alles richtig gemacht und das innenarchitektische Maximum aus der niedrigen Decke und den Nischen im Raum geholt. Alles wirkt sehr heimelig und dennoch Mitte-stylisch. Das muss man auch erst einmal schaffen, Glückwunsch! Wer noch mehr Gemütlichkeit sucht und dabei auch noch ungestört bleiben möchte, kann sogar ein Séparée reservieren, in dem man eigene Musik spielen kann. Ideale Location für Heiratsanträge. ;)

Anzeige
veganer ernährungsplan

Die Karte des Kopps soll in Zukunft einmal im Quartal überarbeitet werden und das saisonale Angebot berücksichtigen. Hinzu kommt eine Tageskarte. Und was steht nun genau auf der Karte? Wer Björn Moschinskis „Werk“ kennt weiß, dass (verfeinerte) Hausmannskost wie vegane Rouladen und optisch wie geschmacklich sehr anspruchsvolle Gerichte wie Rote Beete Ravioli zu seinen ganz besonderen „Specials“ gehören und genau diese Gerichte konnte ich auch zu einem der vielen Soft-Openings am 21.9.2011 genießen. Und nicht nur dass: Um den geladenen Gästen aus dem Kreis der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ einen besonders umfassenden Einblick in sein „Repertoire“ zu geben, gab es an diesem Abend vor dem viergängigen Menü einen Gruß aus der Küche: leckeres Brot mit dem berühmt-berüchtigten veganen Eiersalat à la Moschinski.

Die dem folgende Kartoffelsuppe mit gebratenem „Speck“ war fein und nicht zu überwürzt, die Rote Beete Ravioli (gefüllt mit Cashew-Ricotta) auf Fenchel-Salat an Feigenmus ein Traum und die Rouladen in Konsistenz und Geschmack fast erschreckend „echt“ aber nichts desto trotz lecker. Die Sauce dazu war würzig aber nicht zu „deftig“. Nur der Rotkohl traf mit einer – für meinen Geschmack etwas zu hervordringenden – Zimtnote nicht ganz meinen Geschmack. Die Mousse au Chocolat konnte abschließend aber nochmal alles herausholen (es war die beste, die ich bisher gegessen habe) und beim Anblick der Weinkarte wird sowieso jeder Weinfan milde gestimmt. Wer danach noch Cocktails trinken oder einem Absacker nehmen möchte, bleibt entweder gleich sitzen oder zieht in die Lounge ganz vorn ins Restaurant um. Dort befindet sich auch die wunderschön gestaltete Bar des Restaurants.

Im Kopps gibt es neben der Abendkarte, deren Gerichte sich mit einer Preisspanne von 8 bis 13,50 € im angenehmen Rahmen befinden, übrigens auch ein günstiges Mittagsgericht für 5,50 € (im Menü für 7,50 €), Kuchen und sogar Frühstück und Wochenend-Brunch! Und, wie man auf der Facebookfanpage lesen kann, wird auch ein Partyservice bzw. Catering zum Angebot gehören. Eure nächste Geburtstagsparty ist somit also auch gerettet und im Prinzip spricht für mich nichts dagegen, das Kopps zu meinem persönlichen Wohnzimmer zu ernennen. ;)

Kopps – Restaurant und Bar

Linienstraße 94

10115 Berlin

Internet: http://www.kopps-berlin.de/

Anzeige
veganer ernährungsplan

Hinkommen: Mit der U8 bis zum Rosenthaler Platz (am kürzesten und bequemsten) oder mit der S-Bahn zum Hackeschen Markt, zum Nordbahnhof oder bis zur Oranienburger Straße.

Anzeige


Hinweis zu Werbelinks: Die mit "*" gekennzeichneten Links auf dieser Seite sind Affiliatelinks. Das bedeutet, ich verdiene einen geringen prozentualen Betrag, wenn Du auf so einen Link klickst und anschließend etwas bestellst. Dadurch bezahlst Du nicht mehr. Den Erlös investiere ich direkt wieder in tolles Geschirr, gute Zutaten und Foto- bzw. Küchenequipment und daraus werden wiederum Rezepte, die ich hier veröffentliche. Es ist ein Kreislauf des guten Essens. :) Und: Ich empfehle nur Dinge weiter, die ich auch selbst verwende. Danke für Deinen Support und viel Spaß auf meinem Blog!

Kommentare sind geschlossen