The Lotus and the Artichoke: Eine kulinarische Weltreise von Justin P. Moore

Wer den Kochbuchmarkt mit offenen Augen verfolgt kommt derzeit an einem Buch nicht vorbei: „The Lotus and the Artichoke“ von Justin P. Moore. 

Schon das Cover des Buches verrät, dass sich dahinter ein kreativer Geist versteckt. Justin arbeitet als Grafiker, Künstler und Lehrer. Und er ist ein Reisender. Das liest sich übrigens pathetischer, als es wirklich ist, wenn ihr im Buch blättert werdet ihr aber sofort wissen, was ich meine. Die Wurzeln dieser Leidenschaften für Essen und Reisen wurden bereits in Justins Kindheit angelegt. Als er etwa fünf Jahre alt war, zog seine amerikanische Familie auf die Marschall Inseln im Nord-Pazifik. Von dort aus wurde nicht nur Amerika oft bereist, sondern auch viele andere Länder. Und das keineswegs „pauschal“: Familie Moore versuchte auf Reisen so oft wie möglich, Kontakt zu den Einheimischen herzustellen und sich ein Reiseziel abseits touristischer Trampelfade zu erschließen. Wer beim Wort „verreisen“ an Cocktails am Hotelpool und Animation denkt, wird schon beim Lesen der abenteuerlichen Reisegeschichten einen Kulturschock bekommen.

Mit einer derart abenteuerlustigen Familie hat Justin im Alter von zehn Jahren wahrscheinlich schon mehr fremde Länder, Menschen und Kulturen kennengelernt, als ich heute, mit 30. Und das Kochen hatte in dieser Familie immer einen besonderen Stellenwert. In seinem Buch schreibt er: „We always had a tradition of healthy and versatile eating. Everyone in the family was encouraged to cook.“ (Wir haben traditionell schon immer gesund und vielseitig gegessen. Jeder in der Familie wurde dazu ermutigt, zu kochen.“) Praktisch sah das dann so aus: „My three brothers an I all had a turn to plan and cook dinner once a week. Meals were interactive, interesting, and involved all of us. (Meine drei Brüder und ich haben einmal die Woche das Abendessen für die ganze Familie gekocht. Mahlzeiten waren interaktiv, interessant und die ganze Familie wurde einbezogen.“)

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„The Lotus and the Artichoke“ spiegelt Justins Liebe zum Reisen und Kochen wider

„The Lotus and the Artichoke“ spiegelt Justins Liebe zum Reisen und Kochen und seine vielen Erlebnisse so nahbar und umfassend wider, dass man so manches Mal meint, selbst dabei gewesen zu sein. Während ich durch das Buch geblättert habe, bekam ich spontan Lust, mich selbst in Reiseabenteuer zu stürzen.

Die Rezepte im Buch sind nach den Kontinenten sortiert, von denen sie stammen. Alle Rezepte sind – trotz ihrer teilweise exotischen Namen – erstaunlich alltagstauglich und zu fast jedem Rezept gibt es ein selbstgemachtes Foto. Anekdoten und Fotos zu den jeweiligen Kontinenten stehen jedem Kapitel voran. Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist: Für die meisten Rezepte reicht ein schneller Gang in den Supermarkt oder Bioladen, denn die Grundzutaten sind oft einfache, die Ergebnisse dann aber umso erstaunlicher. Da ich die indische Küche liebe werde ich demnächst auch das ein oder andere indische Gericht nachkochen und euch dann daran teilhaben lassen.

Jetzt auch auf Deutsch!

Das Buch hat Justin übrigens im Selbstverlag produziert. Und allein dafür hat er meinen tiefsten Respekt. Die Fotos, das Layout, die handgezeichneten Grafiken, die Organisation – all das erfordert viel Zeit und Liebe zum Detail. Die Druckkosten hat er weitgehend über eine Kickstarter Kampagne finanziert. Und das Beste: „The Lotus and the Artichoke“ erschien vor Kurzem nun auch endlich auf Deutsch mit dem Untertitel „Vegane Rezepte eines Weltreisenden“! Danke Justin, für dieses wunderbare Buch! Ich habe es schon oft weiterempfohlen und kann es nun auch endlich an die Menschen verschenken, die der englischen Sprache nicht mächtig sind.

Das Buch in der deutschen oder englischen Version könnt ihr hier direkt auf Justins Homepage bestellen. Ihr bekommt dazu auf Wunsch eine persönliche Widmung, Sticker und Lesezeichen.  Außerdem ist The Lotus and the Artichoke auch bei Ox erhältlich. Dann aber ohne die tollen Extras. Um die englische Version des Buches zu bestellen klickt einfach hier.

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