Zucchini-Zwiebel-Tarte mit herzhaftem Dinkel-Nuss-Boden

Zucchini-Zwiebel-Tarte mit herzhaftem Dinkel-Nuss-Boden

In meinem Garten ist Erntezeit! Es gibt derzeit für mich nichts schöneres als zum Gemüsebeet zu gehen, frische Produkte zu ernten und sie direkt zu verarbeiten.

So geschehen auch bei dieser cremigen Zucchini-Zwiebel-Tarte mit frischen Kräutern und einem herzhaften Boden aus Dinkelvollkornmehl, Walnüssen und Leinsaat. Ich habe gelbe Zucchini und rote Zwiebeln verwendet weil der Farbkontrast so schön ist, natürlich funktioniert das ganze aber auch mit „normalen“ Zwiebeln und grünen Zucchini. ;)

Die gelben Zucchini und einige andere Gemüsepflanzen lassen sich übrigens richtig gut auf dem Balkon anbauen. Das ist eine schöne Möglichkeit an Gemüsesorten zu kommen, die es eher selten im Handel gibt. Runde Zucchini zum Füllen beispielsweise (bekommt man hier in Berlin ganz selten im normalen Supermarkt), verschiedene Tomatensorten (z.B. Johannisbeertomaten) oder die sehr witzig aussehende mexikanischen Minigurken*. Verlinkt habe ich euch die Samen, im Gartenmarkt bekommt man zusätzlich vorgezogene Pflanzen.

Rezept für die Zucchini-Zwiebel-Tarte (ø 26 cm)

Für den Boden

  • 270 g Dinkelvollkornmehl (glutenfrei: 270 g Buchweizen oder Buchweizenvollkornmehl)
  • 1 geh. EL Leinsamenschrot
  • 1 leicht geh. TL Salz
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 4 EL Walnusskerne
  • 5 EL Olivenöl, nativ
  • 1 gestr. TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Für den Belag

  • 1 mittlerer gelber Zucchino (ca. 300 g)
  • 2 mittlere rote Zwiebeln
  • 4 Zweige Rosmarin
  • 6 Zweige Petersilie
  • 3 Zweige Basilikum
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker

Für die Sauce

  • 100 g Cashewnusskerne
  • 2 EL Nährhefeflocken*
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1 TL Weißweinessig
  • 200 ml Wasser

Außerdem

  • 1 Springform (ø 26 cm)
  • 1-2 EL Öl für die Form
  • optional: essbare Blüten zur Deko (z.B. Zucchini-, Schnittlauch-, Thymian-, Fetthenneblüten)

Zubereitung der Tarte

  1. Den Boden herstellen und vorbacken
    Den Backofen auf 200° Ober-Unterhitze vorheizen. Mehl, Leinsamenschrot, Salz und Backpulver mischen. Die Walnüsse mittelfein hacken. Olivenöl und Wasser dazugeben und alles mit dem Stiel eines Holzlöffels oder mit den Knethaken des Handrührers zu einem homogenen Teig verkneten. Die Springform fetten (ich fette die Seiten und lege Backpapier auf den Boden) und den Teig  hineindrücken, dabei einen Rand von ca. 2 cm formen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und im Backofen (Mitte) 7 Min. vorbacken. Dann herausnehmen.
  2. Den Belag vorbereiten
    In der Zwischenzeit: Den Zucchino waschen und in 5 mm dicke Scheiben schneiden oder hobeln. Die Zwiebeln schälen und ebenfalls in 4-5 mm dicke Scheiben oder Spalten schneiden. Scheiben ggf. nochmals in einzelne Ringe teilen. Die Kräuter waschen, trockenschütteln und die Rosmarinnadeln von den holzigen Stielen ziehen. Rosmarin und Petersilie fein hacken und beiseite legen.
  3. Die Sauce für die Füllung zubereiten
    Die Cashewnüsse mit den Hefeflocken, 1 gestrichenen TL Salz, 1 TL Weißweinessig und 200 ml Wasser glatt pürieren. Zuletzt die gehackten Kräuter einrühren.
  4. Tarte belegen und backen
    Den vorgebackenen Boden ggf. leicht herunterdrücken und die Sauce hineingießen. Die Zucchinischeiben und Zwiebelringe abwechselnd überlappend auf den Boden legen, dabei am äußeren Rand beginnen und zur Mitte arbeiten. Zum Schluss jeweils 1/2 TL Salz und Zucker über den Belag streuen. Die Tarte im Backofen (Mitte) bei 200° Ober-Unterhitze 45 Min. backen. Die Zucchiniblüten – falls verwendet – erst 20 Min. vor Ende der Backzeit in die Mitte der Tarte legen. Die Basilikumblätter kurz vor dem Servieren in Streifen schneiden und auf der Tarte verteilen. Mit frisch gemahlenen Pfeffer aus der Mühle und ggf. frischen Schnittlauchblüten o.ä. dekorieren und schmecken lassen!

Dieses Rezept und viele andere, vollwertige und saisonale Rezepte habe ich in meinem Buch „La Veganista – Iss dich glücklich mit Superfoods“ (das türkisfarbene Buch rechts in der Seitenleiste) zusammengefasst. Ich hatte das Gefühl, der Begriff „Superfoods“ benötigt ein „Makeover“. Den meisten Menschen fallen nämlich bei diesem Wort nur erschreckend teure Pülverchen ein. Ich finde, Superfoods sind überall. Sie wachsen in meinem Garten, sind im Bioladen oder Supermarkt um die Ecke zu kaufen und müssen nicht die Haushaltskasse sprengen oder von weit her eingeflogen werden. Superfoods sind für mich Lebensmittel, die schon meine Oma als gesund und vitalstoffreich kannte, nur eben nicht unter dem Begriff.

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Rezept
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Rezeptname
Vegane Zucchini-Zwiebel-Tarte
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Garzeit
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