Hagebuttenmarmelade: Selbst gepflückt und eingekocht!

Hagebuttenmarmelade mit einem Hauch Vanille, ganz einfach zubereitet. Ich spare mir das Entkernen der Früchte und passiere sie nach dem Kochen.

Hagebuttenmarmelade selber machen ist gar nicht so schwer. Ich zeige dir hier im Beitrag mein Rezept und wie ich mit den Hagebuttenkernen beim Marmelade machen umgehe.

Ich liebe den Spätsommer und bin in jeder freien Minute dabei, Obst zu pflücken um Marmeladen, Gelees und Apfelmus einzukochen! Diesmal habe ich mich an ein Rezept für Hagebuttenmarmelade gewagt und das Ergebnis war köstlich.

Hagebuttenmarmelade machen: Was tun mit den Kernen?

Es gibt zwei unterschiedliche Wege, Hagebuttenmarmelade zu machen.

Methode 1: Die Hagebutten werden gewaschen, aufgeschnitten und die Kerne herausgekratzt. Diese Methode ist für dich geeignet, wenn du die Hagebuttenkerne anderweitig verwerten möchtest. Außerdem funktioniert das nur mit weichen Hagebutten wirklich gut und die Methode ist natürlich etwas zeitintensiv.

Methode 2: Die Hagebutten werden gewaschen, gekocht, püriert und danach passiert. Diese Methode eignet sich für harte Früchte und wenn du Zeit sparen möchtest. Mein Rezept für Hagebuttenmarmelade weiter unten bezieht sich auf diese Methode.

Hagebutten pflücken – wo geht das?

In jeder Stadt gibt es freistehende Hagebuttensträucher und sogar Obstbäume, die man zum Beispiel im Internet auf mundraub.org entdecken kann. In Berlin habe ich letztes Jahr beim Herumstreifen einen Zufallstreffer gelandet. Mir ist ein Reifen meines Fahrrads geplatzt und das zufällig vor einem Sportplatz, auf dem mehrere vollbehangene Pflaumenbäume standen. Hätte schlimmer kommen können, oder?!

Während also der Herr der Schöpfung das Auto holen musste, um mein Rad abzuschleppen, bin ich in Ernterausch verfallen. Marillen und einige Birnen hatten wir zuvor schon geerntet. Wenn nichts mehr geht, werde ich Erntehelferin. Das kann ich echt gut! ;) Aus den Pflaumen habe ich dann Pflaumenmus, Pflaumenkuchen mit Streuseln und natürlich Chutney gemacht. Das Bild zeigt nur einen Bruchteil der Ernte.

In diesem Jahr sind wir umgezogen und ich habe ich mir zur ersten Orientierung einige Adressen in unserer neuen Umgebung auf mundraub.org herausgesucht. Auf dem Pflückplan standen eigentlich Brombeeren. Wie so oft habe ich dann aber alles Mögliche gefunden, nur keine Brombeeren. Das liegt weniger an der Genauigkeit der Pflückadressen im Internet, sondern eher an meinem fehlenden Navigationstalent. Ich könnte nicht einmal Autofahren, wenn da nicht mein schlaues Handy-Navi wäre!

Aber auch die schlimmste Orientierungslosigkeit führt irgendwo hin, in meinem Fall war das ein kleiner Hügel in Berlin-Hellersdorf. Da gab es Äpfel, Birnen und vor allem viele Hagebuttensträucher. Und als kleinen Bonus obendrauf habe ich eine Wiese entdeckt, auf der es wunderschön bunt blühte. Schaut mal was für einen tollen Strauß ich dort gepflückt habe:

Der Strauß hat sich über eine Woche gehalten und seit gestern weiß ich dank meiner schlauen Facebookfans auch, dass es sich dabei um Luzerne handelt.

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Hagebutten sind gesund – Aber warum?

Hagebutten enthalten besonders viel Vitamin C. Etwas davon geht beim Kochen der Marmelade zwar verloren, ein guter Teil bleibt aber dennoch enthalten. Darüber hinaus sind Hagebutten reich an Vitamin E. Auch dieses Vitamin ist nicht licht- und hitzestabil, so dass beim Kochen ungefähr 10% des enthaltenen Vitamins verloren gehen. Dennoch ist es noch zu einem guten Teil in der fertigen Marmelade enthalten.

Darüber hinaus stecken in Hagebutten auch Calcium, Phosphor, Kalium und Magnesium. Insgesamt sind Hagebutten also sehr gesund!

Rezept für Hagebuttenmarmelade ohne vorheriges Entkernen

Da ich mit den Kernen der Hagebutten nichts weiter anstelle, mache ich es mir beim Hagebuttenmarmelade selber machen leicht und lasse sie erst einmal drin. Sie werden später, nach dem Kochen, herauspassiert. Wenn du grundsätzlich sehr empfindlich bist, kannst du die Kerne vorher aber auch entfernen. Dazu werden die Früchte wie oben unter „Methode 1“ beschrieben verarbeitet. Das anschließenden Passieren kannst du dir dann natürlich sparen.

Hagebuttenmarmelade: Schnelles Rezept ohne Entkernen

Hagebuttenmarmelade mit einem Hauch Vanille, ganz einfach zubereitet. Ich spare mir das Entkernen der Früchte und passiere sie nach dem Kochen.
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Gericht: Grundrezept
Küche: Deutsche Küche, regionale Küche
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Gesamtzeit: 30 Minuten
Portionen: 40 Portionen
Kalorien: 44.2kcal
Autor: Nicole

Zutaten

Für die Hagebuttenmarmelade

  • 600 g Hagebutten
  • 1   Liter Wasser
  • 200 g Zucker ich benutze meistens Rübenzucker
  • 1 Vanilleschote oder 1 leicht geh. TL Bourbonvanillepulver
  • 1/2 Bio-Limette oder kleine Zitrone Schale und Saft
  • 1 gestr. TL Agar-Agar

Außerdem

Anleitung

  • Die Hagebutten ggf. verlesen, gut waschen und die Stiele entfernen. Hagebutten mit 1 Liter Wasser aufkochen, bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 40 Minuten köcheln, bis die Hagebutten weichgekocht sind.
  • In der Zwischenzeit die Gläser sterilisieren.
  • Die Hagebutten samt Kochwasser mit einem Pürierstab grob pürieren. Es geht hier nicht darum, eine glatte Masse zu erhalten. Vielmehr macht es das nun folgende Passieren einfacher. Die grob pürierte Masse durch ein feines Sieb passieren. Ich verwende zum Passieren eine Suppenkelle, mit der ich das Hagebuttenmus durch ein Sieb drücke, ein Esslöffel tut es aber auch. Zum Schluss bleiben nur die harten Schalen und die Kerne im Sieb zurück. Die werden entsorgt.
  • Die Vanilleschote mit einem Messer halbieren und das Mark herauskratzen. Das passierte Hagebuttenmus mit Zucker, Schale und Saft 1/2 Limette oder kleinen Zitrone,  Agar-Agar und Vanille unter Rühren zum Kochen bringen und 2 Minuten unter stetigem Rühren köcheln lassen.
  • Die Marmelade noch heiß in die Gläser füllen und fest zuschrauben. Die Gläser mit einem Handtuch zudecken und langsam abkühlen lassen.

Nährwerte

Serving: 20gCalories: 44.2kcalCarbohydrates: 7.2gProtein: 0.2gFat: 0.1gFiber: 3.6gVitamin A: 2450IUVitamin C: 66mgCalcium: 30mgIron: 0.2mg

Hagebuttenmarmelade einkochen

Das Einkochen kann man im Topf oder Backofen erledigen. Es macht die Hagebuttenmarmelade noch länger haltbar. Ein umfangreiches Tutorial zum Einkochen habe ich hier im Blog veröffentlicht. Darin ist auch eine übersichtliche Grafik zum Herunterladen und Ausdrucken enthalten.

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Hagebuttenmarmelade: Selbst gepflückt und eingekocht!

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9 Gedanken zu „Hagebuttenmarmelade: Selbst gepflückt und eingekocht!

  1. Oh man, jetzt kribbelt es mir grad auch in den Fingern! Ich hab dies Jahr noch gar nichts eingekocht (shame on me!) aber das wird sich bald ändern. Danke für die Inspiration und das tolle Rezept! Ich muss mal die Augen nach Hagebutten aufhalten…. Klingt echt lecker!

  2. Gern geschehen :) Ich teste auch gerade unterschiedliche Methoden zum Kräuter haltbarmachen. Da kommen also bestimmt noch weitere Ideen.

  3. Super, Nicole, gestern habe ich 1 Kilo Hagebutten gepflückt. Ich bin gespannt, denn Hagebuttentee finde ich scheußlich… Aber das klingt bei dir so lecker… Sag mal hast du das schwarze (Blütenansatz) auch abgeschnitten? LG Anja

  4. Hallo Nicole,
    Deine Vorliebe für Hagebutten kann ich gut nachvollziehen und Deine Ernte-Energie motiviert und inspiriert!
    Kennst Du Tee aus Hagebuttenkernen? Sehr lecker!
    Einfach die Kerne aus den Früchten lösen (naja es ist etwas fummelig, aber lohnt sich) und die Kerne dann trocknen lassen. Nach ein paar Tagen kannst Du sie wie folgt zubereiten: pro 250-300 ml ca. 1 TL Kerne 10-15 Minuten köcheln lassen, fertig. Den Tee durch ein Haarsieb gießen, da die feinen Härchen an den Kernen beim Schlucken reizen können. Schmeckt irgendwie toll vanillig!
    :)
    Liebe Grüße, Christine

  5. Das probiere ich dann im nächsten Jahr mal aus. Ich hatte, da ich ja die ganzen Früchte gekocht habe, auch ein tolles Vanillearoma in der Marmelade. :)

  6. Habe gestern auch Hagebutten gesammelt. Werde mich auch mal in der Marmeladen Herstellung probieren und den Rest als Tee trocknen. Die Schalen der Früchte sind noch ziemlich hart. Vielleicht sollte man mit dem Pflücken noch ein paar Tage warten, bis der erste Nachtfrost die Schalen weicher gemacht hat.

  7. In meiner Kindheit gab es immer rohgerührte Hagebuttenmarmelade… Unvergleichlich gut! Und gesund. Die entkernten Hagebutten (schreckliche Arbeit….) durch einen Fleischwolf drehen oder mixen, zusammen mit Zucker, der es haltbar macht. Fertig.

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