Selbstgemachte Bodybutter – Einfaches Rezept mit 3 oder 5 Zutaten

Selbstgemachte Bodybutter – Einfaches Rezept mit 3 oder 5 Zutaten

In den letzten Monaten habe ich viel mit hausgemachter Kosmetik experimentiert und heute ein genial einfaches Rezept für selbstgemachte Bodybutter für euch! Die Bodybutter ist sehr reichhaltig und pflegend, was gerade bei trockener Winterhaut extrem angenehm ist. Außerdem zieht sie schnell ein, lässt sich durch die luftige Textur gut auftragen und theoretisch kann man sie sogar essen. Ganz nebenbei spart selbst hergestellte Körperpflege viel Plastikabfall. Mich persönlich haben außerdem die Inhaltsstoffe in den meisten Bodylotions aus dem Drogeriemarkt genervt. Die Hälfte der Zutaten kenne ich nicht bzw. kann ich nicht aussprechen und oft sind Dinge darunter, mit denen ich mich einfach nicht mehr eincremen möchte, z.B. Konservierungsstoffe und Mikroplastik.

BUND Liste zu Mikroplastik und Inhaltsstoffe-Check

Wer sich zum Thema Kosmetikinhaltsstoffe ein wenig einlesen möchte (lohnt sich!), dem empfehle ich den kostenlosen Einkaufsratgeber des BUND zum Thema Mikroplastik in Kosmetik und Haushaltsreinigern: Die Liste ist hier abrufbar.

Und wer mal schauen möchte, was so hinter den Inhaltsstoffen in Kosmetika steckt, der kann auf haut.de recherchieren. Da gibt es zu jedem Inhaltsstoff sehr ausführliche Informationen. Die Seite bietet außerdem eine App an. Sehr praktisch.

Anzeige


Ich habe vor allem auf der letztgenannten Seite in den letzten Monaten viel recherchiert und beschlossen: Bodybutter wird nur noch selbstgemacht! Und andere Pflegeprodukte folgen, auch hier im Blog. :)

Lagerung und Haltbarkeit

Das Rezept unten ergibt ein kleines Glas (ca. 350 ml Fassungsvolumen). Ich stelle immer gleich die 4-fache Menge her, fülle ein kleines Glas für den sofortigen Gebrauch ab und lagere die übrige Bodybutter im Kühlschrank, wo sie sich mehrere Monate hält.

Die Körperpflege-Butter hält aber auch außerhalb des Kühlschranks ihre Konsistenz sehr gut. Mein Badezimmer ist, im Sommer wie im Winter, immer relativ warm. An sehr heißen Tagen über 30°C Außentemperatur wurde die Butter weicher, flüssig allerdings nie. Ich achte drauf, sie nicht in der Nähe des Fensters oder der Heizung aufzubewahren. Falls sie trotzdem mal flüssig wird, stellt das Glas einfach kurz in den Kühlschrank und schlagt die Creme anschließend erneut auf.

Zutaten für die Bodybutter

Die wenigen Zutaten in dieser Mischung sollten eine hohe Qualität haben, schließlich kommen die Bestandteile täglich mit der Haut in Berührung. Ich verwende darum nur ausgewählte Bio-Qualität. Sheabutter als Zutat ist dabei für mich die erste Wahl, ich mag den Duft lieber als den der Kakaobutter (was besonders dann eine Rolle spielt, wenn ich auf die Zugabe ätherischer Öle verzichte).

Ich bestelle meine Sheabutter hier* oder hier und meine Kakaobutter in Rohkost-Qualität hier bei PureRaw. Hochwertiges, natives Kokosöl bekommt man z.B. von Dr. Goerg oder Rapunzel im Bioladen. Das Mandelöl im Video ist von Primavera*. Die ätherischen Öle in Bioqualität von Baldini.* Der Duft kann aber auch weggelassen werden, die Bodybutter riecht trotzdem gut.
Und hier das Rezept. Im Video und ausführlich darunter. Viel Spaß beim selber machen :)

Zutaten für die Basis-Bodybutter (für 1 Glas von ca. 350 ml)

  • 50 g Sheabutter oder Kakaobutter
  • 50 g natives Kokosöl
  • 2 EL Mandelöl

optionale Zutaten

  • jeweils 3 Tropfen ätherisches Limetten- und Ingweröl
  • oder 6 Tropfen deines ätherischen Lieblingsduftes

Anleitung

  1. Sheabutter (oder Kakaobutter), Kokosöl und Mandelöl in eine Schüssel geben.
  2. Über dem Wasserbad bei niedriger Hitzezufuhr ganz vorsichtig (am besten nicht über 38°C) erwärmen, bis die Öle geschmolzen sind. Immer wieder umrühren. Alternativ kannst du alles für 1 Stunde auf eine warme (nicht heiße!) Heizung stellen.
  3. Die ätherischen Öle – falls gewünscht – einrühren und alles für 20 Min. in den Tiefkühlschrank oder etwas länger in den Kühlschrank stellen. Die Masse sollte danach fest, aber noch nicht steinhart sein. Falls die Öle zu fest geworden sind, bei Raumtemperatur stehen lassen bis sie die gewünschte Konsistenz haben. Die ist erreicht, wenn man mit der Fingerspitze leicht eine Vertiefung in die Oberfläche drücken kann.
  4. Nun alles mit einem Handrührgerät 30 Sek. auf niedriger Stufe vermixen, dann ca. 1 Min. auf der höchsten Stufe aufschlagen, bis eine luftige Crème entstanden ist.
  5. Die aufgeschlagene Bodybutter in ein Glas füllen. Hält sich bei Raumtemperatur mindestens 6 Monate und im Kühlschrank mind. 1 Jahr.

Teile diesen Beitrag

Anzeige


Hinweis zu Werbelinks: Die mit "*" gekennzeichneten Links auf dieser Seite sind Affiliatelinks. Das bedeutet, ich verdiene einen geringen prozentualen Betrag, wenn Du auf so einen Link klickst und anschließend etwas bestellst. Dadurch bezahlst Du nicht mehr. Den Erlös investiere ich direkt wieder in tolles Geschirr, gute Zutaten und Foto- bzw. Küchenequipment und daraus werden wiederum Rezepte, die ich hier veröffentliche. Es ist ein Kreislauf des guten Essens. :) Und: Ich empfehle nur Dinge weiter, die ich auch selbst verwende. Danke für Deinen Support und viel Spaß auf meinem Blog!

6 Kommentare

Kommentare anzeigen
  1. Toll, die Bodybutter werde ich auf jeden Fall mal nachmachen. Gerade jetzt zur kalten Jahreszeit kann meine Haut sowas super gut gebrauchen. Vor allem ist diese Variante auch noch deutlich günstiger als gekaufte Versionen und man weiß ganz genau, was so drin steckt :)

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

  2. Hallo Nicole, gestern haben wir Dich bei Riverboot gesehen und Du hast uns genau aus dem Herzen gesprochen, obwohl wir nicht vegan leben. Dein Buch haben wir sofort bestellt.
    Vor drei Jahren ca. sind wir von einem „weltverbessernden“ Gedankengut infiziert worden und können uns sehr gut
    vorstellen, dass das auch für Dich und andere Mitleser Deiner Seite interessant ist. Es handelt sich um „Effektive
    Mikroorganismen“, die wir seitdem in Haus und Garten intensiv anwenden. (mehr bei Interesse im Buch „EM kompakt“ von Dr. Katharina Zschocke)
    Es gibt unzählige Einsatzmöglichkeiten für die EM, z. B. das Verlängern der Haltbarkeit von Obst und Gemüse,
    die Fermentierung (hier schließt sich der Kreis) , Reinigung, Pflanzenpflege u.v.m.
    Eine interessante Entdeckungsreise wünschen Dir und den Lesern Klaus und Hannelore aus M-V

  3. Hallo Nicole, vielen Dank für dieses wunderbare Rezept! Ich hab es ausprobiert und bin total begeistert, die Textur ist super und die Butter zieht sehr schnell ein. Das Hautgefühl ist einfach nur phantastisch! Hoffentlich hast Du noch mehr Kosmetikrezepte für uns.
    Besonders gut finde ich, dass man aus einfachen, aber hochwertigen Zutaten seine Sachen selbst herstellen kann. Ich verwende seit langem auch nur meine selbst gemachte Deocreme, die ganz einfach aus Kokosöl, Maisstärke und Natron besteht. Die einfachsten Sachen sind eben doch die besten!
    Liebe Grüße und eine kreative Adventszeit,
    Claudia

  4. Liebe Claudia, danke für deinen Kommentar und wie toll, dass dir die Bodybutter auch so gut gefällt wie mir. Ich kann fast nicht mehr ohne, vor allem jetzt im Winter mit Heizungsluft. Dein Deo-Rezept finde ich auch sehr interessant, in diese Richtung habe ich auch schon ein paar Dinge ausprobiert und werde noch weiter experimentieren. Es wird also in jedem Fall noch mehr kommen, weil es nämlich genau so ist, wie du geschrieben hast: Die einfachen Dinge sind es! :)
    Dir und deinen Lieben eine schöne Adventszeit!
    Liebe Grüße
    Nicole

  5. Hallo

    Danke für das Rezept. Genau so etwas habe ich gesucht. :)
    Ich möchte dieses Jahr gern selbst gemachte Kosmetik (Lippenbalsam und Körperbutter) zu Weihnachten verschenken.

    Eine Frage habe ich allerdings zu dem Rezept:
    Kann man das Mandelöl ganz oder Teilweise durch Kokosöl ersetzen? Letzteres hätte ich von dem Lippenbalsam noch vorrätig. oder beeinträchtigt das die Konsistenz/Wirkung?

    Kenne mich damit leider noch nicht aus, da ich gerade das erste mal Kosmetik selber herstelle. :D

    Liebe Grüße
    Nancy

  6. Liebe Nancy, das Mandelöl ist als einziges flüssiges Öl dafür da, die Konsistenz weicher, aufschlagbarer zu machen. Darum kann es nicht durch Kokosöl ersetzt werden. Du kannst Mandelöl aber durch jedes andere flüssige Öl ersetzen. Am besten ein hochwertiges, natives. Liebe Grüße, Nicole