Thai-Gemüsenudeln mit Koriander, Chili und Erdnüssen (Anzeige)

Thai-Gemüsenudeln mit Koriander, Chili und Erdnüssen (Anzeige)

Ein Rezept für den Spiralschneider, das von der Thaiküche inspiriert ist. Schnelles Soulfood für faule Tage…

Heute ist Sonntag, mein Lieblingstag. In den letzten Jahren habe ich mir angewöhnt, sonntags ein wenig früher aufzustehen und in Ruhe ein paar Dinge zu erledigen. Alles ist noch so schön friedlich, nicht nur im Haus, sondern auch drumherum. Nach max. 2-3 Stunden ist dann auch wieder Schluss mit der Arbeit und der Sonntag kann voll starten.

An wettertechnisch so „vielversprechenden“ Tagen wie heute (bei uns: Regen, kalt, grau) zelebriere ich den Rest des Tages mit Netflix in Jogginghosen auf der Couch. Dazu passt das heutige Gericht gut, denn es geht schnell und lässt sich leicht variieren: Wenn ganz wenig Zeit vorhanden ist oder es sehr warm ist, mache ich daraus einen Salat.

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Dafür schneide ich die Nudeln einfach etwas dünner und spare mir das Dämpfen, wie unten im Rezept beschrieben. Die Gemüsenudeln kann man aber auch anbraten. In diesem Fall verwende ich das Sesamöl aus der Marinade zum Braten und mariniere sie anschließend. Dazu passt gebratener Tofu. Wie ich Tofu am liebsten mariniere und einen kleinen aber sehr wirkungsvollen Trick habe ich in meinen Veggie-FAQ aufgeschrieben.

Angelehnt ist das Rezept an die frischen Reisnudelsalate, die man aus der thailändischen und auch der vietnamesischen Küche kennt. Das Dressing für solche Salate enthält in der Regel reichlich Fisch- oder Austernsauce und ist auf Basis von Limettensaft zubereitet. Von veganer Fischsauce auf Algenbasis habe ich schonmal gehört, aber braucht man das? Vielleicht liest hier jemand mit, der das schon probiert hat und kann mal berichten?! Ich kann eigentlich gut auf den fischigen Geschmack verzichten und habe ihn nie vermisst.

Aus diesem Grund besteht die Basis meines Dressings aus Sojasauce und Limettensaft. Dazu kommen die frischen Aromen: Ingwer, Chili, Koriander… Letzterer polarisiert, ich weiß. Viele hassen Koriander regelrecht, weil er ihnen „seifig“ schmeckt. Es ging mir zu Beginn ähnlich.

Das Aroma ist für den deutschen Geschmack, der i.d.R. durch Wurst, Schwarzbrot und andere sehr herzhafte Zutaten „sozialisiert“ ist, erst einmal ein Feuerwerk aus nicht definierbaren Geschmacksrichtungen. Aber das kann sich mit der Zeit ändern. Darum Koriander (und alle Zutaten und Gewürze, die man nicht so gern mag) am besten immer wieder probieren. Der Geschmack entwickelt sich im Laufe des Lebens und lässt sich trainieren. Ich liebe Koriander mittlerweile und habe immer welchen im Haus. Guacamole zum Beispiel gibt es nicht mehr ohne ihn. Er hält sich leider nicht lang, Korianderreste friere ich darum immer grob gehackt im Glas ein und habe so immer einen Vorrat parat.

Ein paar Worte noch zum Spiralschneider: Ich habe ein paar Zuschriften zum Handling des Kult X Spiralschneiders von WMF bekommen, für den ich dieses Rezept entwickelt habe. Darin wird berichtet, dass beim Spiralisieren manchmal der Schneidtrichter verstopft und sich das Gemüse nicht mehr weiter schneiden lässt bzw. mitdreht. Das liegt nicht daran, dass das Gerät nicht funktioniert, sondern daran, dass beim Schneiden viiiiiel zu viel Druck mit dem Stopfer ausgeübt wurde.

Mir ist das auch schonmal mit Birnen passiert. Ich hab es besonders gut gemeint und mit dem Stopfer gedrückt und gedrückt. Folge: Zwei Birnen zu Matsch verarbeitet. Dann habe ich es nochmal mit gaaaaaaanz sanften Druck probiert und siehe da: Perfekte Birnenspaghetti, die bald hier auch im Blog zu sehen sein werden. Ich habe da noch ein Rezept für Birnenspaghetti mit Overnight-Oats in petto. :) Und was bei den Birnen funktioniert, funktioniert bei allen anderen Zutaten auch: Druck minimieren, festes Gemüse oder Obst wählen und es klappt sicher.

Und jetzt viel Spaß mit dem Rezept!

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Rezept für Gedämpfte Thai-Gemüsenudeln mit Koriander, Chili und Erdnüssen

Für die Thai-Nudeln

  • 2 mittlere Zucchini (à 350 g)
  • 1 mittlere Karotte (ca. 200 g)
  • 2 kleine Kohlrabi (à 200 g)
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • 60 g (6 leicht geh. EL) geröstete Erdnusskerne (ohne Salz)

Für die Marinade

  • 1 kleine Chilischote
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer (ca. 30 g)
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 2 kleine Bio-Limetten (Schale und Saft)
  • 5 EL Sojasauce
  • 3 EL geröstetes Sesamöl
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 Bund Koriander
Für 4 Personen
Zubereitungszeit: 25-30 Min.

Zubereitung:

  1. Von den Zucchini die Stielansätze gerade abschneiden. Die Karotte und die Kohlrabi schälen. Zucchini, Karotte und Kohlrabi im WMF Kult X Spiralschneider mit dem Schneideinsatz Nr. 1 zu breiten Tagliatelle verarbeiten und anschließend für 15 Min im Dampfgarer garen. Alternativ zum Dampfgarer können die Nudeln in einem Dämpfeinsatz oder Sieb für 15 Min. zugedeckt über kochendem Wasser gedämpft werden.
  2. In der Zwischenzeit: Die Frühlingszwiebeln einmal quer halbieren und die Hälften längs in sehr dünne Streifen schneiden.
  3. Marinade zubereiten: Die Chilischote längs halbieren, die Kerne entfernen und die Chili in feine Würfel schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und auch sehr fein würfeln. Die Limetten heiß abwaschen, trocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Limettensaft und –schale mit Sojasauce, Sesamöl, Ahornsirup, Chili, Ingwer und Knoblauch mischen.
  4. Vom Koriander ca. 2 EL Blätter abzupfen und für die Deko beiseite stellen. Den Rest fein hacken. Die Erdnüsse grob hacken. Die gedämpften Gemüsenudeln in eine Schüssel geben und die Marinade, die Frühlingszwiebeln sowie den gehackten Koriander unterheben. Die marinierten Nudeln auf 4 Teller verteilen, mit dem übrigen Koriander und den Erdnüssen garnieren und servieren. Wer mag gibt noch ein paar frische Minzblätter oder Thai-Basilikum dazu.

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3 Kommentare

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  1. Ich liebe die asiatische Küche! Ich finde auch nicht, dass man vegane Fischsoße unbedingt braucht. Auch ohne schmecken die Gerichte meistens unglaublich gut. Dein Rezept wird auf jeden Fall auch ausprobiert!

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

  2. Vegane Fischsosse?! Das hab ich ja überhaupt noch nie gehört – aber ja, asiatische Küche geht eigentlich immer. Ich mag besonders die Kombi mit Ananas, Cashews und gebratenem Reis.

    LG,
    Ulrike

  3. ….und gebratene Ananas ist einfach <3