Veganer Schneewittchenkuchen

Veganer Schneewittchenkuchen

Veganer Schneewittchenkuchen oder auch Donauwelle ist ein wunderbarer Kuchen für Familienfeste.

Bei uns in der Familie heißt der Kuchen Schneewittchenkuchen, man kennt ihn aber – je nach Region – auch als Donauwelle.

Unterschied veganer Schneewittchenkuchen und Donauwelle?

Also das musste ich auch erst einmal recherchieren denn ich wusste bisher gar nicht, dass Schneewittchenkuchen und Donauwelle das selbe sein sollen. Bei uns im Osten gab es nur den Begriff Schneewittchenkuchen. Die Donau ist ja auch weit weg…

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Ein paar Unterschiede gibt es wohl dennoch und die betreffen vor allem die Glasur. Mein veganer Schneewittchenkuchen hat eine Schokoglasur, es gibt ihn aber auch mit einer fruchtigen Glasur aus dem Kirschsaft und Tortenguss.

Donauwelle hingegen hat immer eine Schokoglasur und man streicht zusätzlich mit einer Gabel Wellen in die Glasur. Was beide Kuchen gemeinsam haben ist der Boden aus aus hellem und dunklen Teig mit Kirschen.

Meistens macht man Schneewittchenkuchen und Donauwelle auch auf dem Blech. Zumindest kenne ich den Kuchen so. Für Familienfeste hat meine Omi den Schneewittchenkuchen immer gemacht und ich habe ihn früher geliebt!

Seitdem ich mich vegan ernähre habe ich ihn aber nicht mehr gegessen und mich packte vor Kurzem so richtig die Lust, diesen leckeren Kuchen zu veganisieren. Also habe ich mir das alte Rezeptheft meiner Mutter geschnappt und da mal nachgesehen.

Veganer Schneewittchenkuchen? Gar kein Problem!

Das Familienrezept für den Schneewittchenkuchen sah schon auf den ersten Blick so aus, als könne man es leicht veganisieren: Ein Rührteigboden, darauf deutsche Buttercreme (aus Butter und Pudding) und eine Schicht selbstgemachte Schokoglasur.

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Ich musste lediglich Eier und Milch im Boden und die Eier in der Glasur ersetzen. Was die Eier im Boden machen und wie man den vegan backen kann wusste ich. Da habe ich über die Jahre schon einige Erfahrungen gesammelt und einfach mein veganes Rezept für Erdbeertortenboden etwas verändert: statt nur mit Sprudel wie meinen Biskuitboden backe ich den Boden des veganen Schneewittchenkuchens mit Sprudel und Pflanzendrink. Das macht ihn noch ein bisschen reichhaltiger.

Demnächst probiere ich auch nochmal eine Variante, in der ich den Pflanzendrink durch vegane Sahne ersetze. Das stelle ich mir auch sehr lecker vor!

Was mir im ersten Moment nicht klar war: Warum Eier in der Schokoglasur? Also habe ich meine Omi gefragt und die sagte mir, dass die Eier die Glasur etwas weicher machen und man den Schneewittchenkuchen dann besser schneiden kann.

Ich habe die Eier in meinem veganen Rezept einfach durch vegane Sahne ersetzt. (Ich verwende die Sahne von Schlagfix.) Die Glasur wird fest, bricht aber nicht beim Schneiden und hat die Konsistenz, wie ich sie vom Kuchen meiner Oma kenne.

Schneewittchenkuchen als Torte

Eine Sache habe ich noch verändert, nämlich die Form meines veganen Schneewittchenkuchens. Ich kenne ihn zwar vom Blech aber der Kuchen ist so reichhaltig mit den verschiedenen Schichten aus Buttercreme, Boden und Glasur – der ist prädestiniert für eine Torte!

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Für ein ganzes Blech Donauwelle oder Schneewitchenkuchen musst du die Zutaten für Boden und Buttercreme verdoppeln, die Zutaten für die Glasur würde ich lieber verdreifachen weil sie sich dann leichter streichen lässt. Wenn du die vegane Donauwelle bzw. den Schneewittchenkuchen auf dem Blech glasierst, kannst du ihn nämlich nicht ganz so leicht hin und her schwenken um die Glasur zu verteilen. In der Springform geht das natürlich einfacher.

Im Gegenzug benötigst du für den Schneewittchenkuchen aus der Springform zusätzlich noch einen „Tortenring“  Alternativ kannst du einen „Backrahmen“  verwenden, dann wird der Kuchen eckig.

Für die Deko des veganen Schneewittchenkuchens kannst du Kirschen verwenden wenn gerade Saison ist. Ich habe meinen mit Johannisbeeren und Erdbeeren aus dem Garten dekoriert. Im Winter sehen bestimmt auch Physalis total gut auf dem Kuchen aus.

Veganer Schneewittchenkuchen: Kühlzeiten und Ziehzeiten

Der Schneewittchenkuchen geht zwar insgesamt vergleichsweise schnell – dafür dass es drei Komponenten sind! Aber ein bisschen Zeit musst du schon einplanen und das betrifft vor allem die Kühlzeiten. Zuerst muss der Boden abkühlen, damit die Buttercreme drauf kann und schließlich braucht auch die Glasur eine Weile um fest zu werden.

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Ich stelle den fertigen Kuchen darum in den Kühlschrank und würde ihn immer einen Tag im Voraus zubereiten. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass alles richtig schön durchzieht. Gerade dem Boden bringt das nochmal extra Aroma. Und nach einer Nacht im Kühlschrank lässt sich der Schneewittchenkuchen perfekt schneiden!

Hast du jetzt Lust bekommen, den veganen Schneewittchenkuchen nachzubacken? Dann habe ich hier das Rezept. Wenn du es ausprobierst freue ich mich über einen Kommentar oder verlinke mich auf Instagram, damit ich deinen Kuchen sehen kann. Ich heiße dort @n_just.

Veganer Schneewittchenkuchen oder Donauwelle – Rezept für 1 Springform
Vorbereitung
20 Min.
Zubereitung
30 Min.
Kühlzeit
1 Std. 30 Min.
Arbeitszeit
2 Stdn. 20 Min.
 

Veganer Schneewittchenkuchen bzw. Donauwelle als Torte. Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser.

Gericht: Backen, Kuchen, Torte
Länder & Regionen: Deutsche Küche
Keyword: vegane donauwelle, veganer schneewittchenkuchen
Zutaten
Für den Boden
  • 400 g Weizenmehl Type 405 oder 550 (oder Dinkelmehl Type 630)
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Vanillezucker oder 2 Päckchen
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 1/2 Stück Bio-Zitrone (Schale) oder 1/2 TL getrocknete Zitronenschale
  • 160 ml Albaöl oder hoch erhitzbares Pflanzenöl z.B. Rapsöl
  • 200 ml Pflanzendrink
  • 300 ml kohlensäurehaltiges Mineralwasser
  • 2 leicht geh. EL Kakaopulver
Für die Creme
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 4 geh. EL Zucker
  • 500 ml Soja- oder Mandeldrink
  • 250 g weiche Margarine
  • 2 Msp. Vanillepulver
  • 3 EL Soja- oder Mandeldrink
Für die Glasur
  • 70 g gehärtetes Pflanzenfett
  • 4 EL vegane Sahnealternative
  • 35 g Kakaopulver 1 geh. EL 15 g
  • 35 g Puderzucker
  • 1/2 TL Vanillepulver
Außerdem
  • 1 Glas Schattenmorellen à 370 g 185 g Abtropfgewicht
  • etwas Fett für die Form
Zubereitungsschritte
  1. Den Backofen auf 170°C Umluft oder 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Schattenmorellen in ein Sieb geben und abtropfen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, den Rand fetten.
  2. Für den Boden:
  3. Die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Salz, Vanillezucker, Backpulver, Zitronenschale) mischen. Öl, Pflanzendrink und Sprudel dazugeben und mit einem Schneebesen solange rühren, bis die trockenen Zutaten gut in die flüssigen eingearbeitet sind. Es können noch kleinere Klümpchen im Teig übrig sein. Nicht zu lange Rühren, sonst geht der Teig später nicht richtig auf!

  4. 2/3 des Teiges in die Form füllen. Den übrigen Teig mit dem Kakaopulver mischen und auf den hellen Teig geben. Die Schattenmorellen auf dem Teig verteilen. Den Kuchen im Backofen (Mitte) 30 Min backen. (Stäbchenprobe in der Mitte des Bodens machen!) Den Boden danach abkühlen lassen und auf einen großen Teller oder eine Tortenplatte legen.
  5. Für die Creme
  6. Während der Boden bäckt, einen Pudding aus dem Vanillepuddingpulver, dem Zucker und dem Soja- oder Mandeldrink kochen. Den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dabei hin und wieder umrühren damit der Pudding keine Haut bildet.
  7. Die weiche Margarine mit dem Vanillepulver 1 Min. mit den Schneebesen des Handrührgerätes fluffig schlagen, dann esslöffelweise den abgekühlten Pudding zugeben und weiter rühren, bis der Pudding in die Margarine eingearbeitet und dabei eine schöne glatte Creme entstanden ist. Zum Schluss esslöffelweise den Pflanzendrink dazugeben und währenddessen weiterrühren. Dieser Schritt macht die Creme frischer und noch fluffiger.

  8. Den abgekühlten Boden auf einen Teller legen, den Tortenring um den Boden aufstellen und die Creme auf dem Boden verteilen. Für mind. 30 Min. im Kühlschrank kaltstellen.
  9. Für die Glasur:
  10. In der Zwischenzeit schon einmal das Pflanzenfett in einem kleinen Topf vorsichtig schmelzen. Vom Herd ziehen und die Sahne einrühren. Kakao, Puderzucker und Vanille mischen und das flüssige Fett-Sahne-Gemisch unter Rühren hinzufügen.

  11. Die maximal lauwarme Glasur auf die Creme gießen und durch schwenken gleichmäßig darauf verteilen. Den Kuchen zurück in den Kühlschrank stellen und mindestens weitere 60 Min. kühlen. Nach 20-30 Min. ggf. mit Früchten dekorieren, da die Glasur nach dieser Zeit noch nicht ganz fest ist und die Deko besser hält, aber nicht in die Glasur einsinkt. Den Kuchen erst anschneiden, wenn die Glasur vollständig fest geworden ist.

Tipps

Den Kuchen am besten bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren. Für ein ganzes Blech Donauwelle oder Schneewittchenkuchen musst du die Zutaten für Creme und Boden verdoppeln und die für die Glasur verdreifachen.

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9 Kommentare

Kommentare anzeigen
  1. Hallo Nicole, das Rezept hört sich klasse an und möchte es sehr gerne nachbacken!
    Mir erschließt sich nur nicht wo ich im Supermarkt nach „gehärtetem Pflanzenfett“ suchen soll; ich dachte immer das sei Margarine.. Kannst Du mir da bitte auf die Sprünge helfen?

  2. Huhu Anni,
    das ist meistens auch dort, wo es die Margarine gibt oder alternativ im Kühlregal. Zum Beispiel gehärtetes Kokosfett (das denaturiert ist und nicht nach Kokos schmeckt). Bei Rewe gibt es beispielsweise das „Palmin Kokosfett“. Oder du verwendest Kokosfett (im Glas) aus dem Bioladen. Natürlich würde es auch mit Kokosöl funktionieren, das wiederum schmeckt aber nach Kokos und das musst du dann mit einplanen. Liebe Grüße und viel Spaß beim Backen! :)

  3. Heike Wegfahrt

    Danke Nicole, darauf habe ich gewartet. Den werde ich nächste Woche mal ausprobieren. Ein Tipp von mir: veganer Vanillepudding schmeckt mir immer am besten, wenn er mit Vanillepflanzendrink gemacht wird. Den Zucker kann man dann natürlich reduzieren oder weglassen.

  4. Hi Nicole, vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort und liebe Grüße zurück :)

  5. Danke Heike, das klingt gut! :)

  6. Hallo Nicole,
    wunderbar. Das hat Suchtpotential. Ich hab den Zucker durch Erythrit ersetzt, somit auch noch zuckerfrei. Hat gut funktioniert. :-)

  7. Hallo Nicole,
    ich verwende keinen Haushalts Zucker, sondern nur Kokosblüten Zucker, Reissirup, Agavendicksaft oder Honig. Bei Kokosblüten Zucker schmeckt der Kuchen immer ein wenig nach „Brot“. Honig eignet sich auch nicht immer. Was und wieviel an Menge würdest Du mir alternativ empfehlen?
    Viele Grüße Tatjana

  8. Danke für dein Feedback :)

  9. Huhu Tatjana,
    in einem Kommentar hier hat Anette geschrieben, dass es mit Erythrit (Birkenzucker) gut klappt. Ich verwende den auch hin und wieder und beim Backen erzielt man damit tatsächlich die besten Ergebnisse. Sirup würde den Teig zu flüssig machen und das Backergebnis stark beeinflussen. Von daher wäre Birkenzucker auch meine erste Wahl.

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