Cremiges Kokoseis mit Vanille: Nur 5 Zutaten, ohne Kochen

Cremiges Kokoseis mit Vanille: Nur 5 Zutaten, ohne Kochen

Wer mich manchmal auf Instagram besucht und dort in meine Story guckt hat vielleicht schon gesehen: Da dreht sich was! Nämlich die Eismaschine in „heavy rotation“. Ich hab mich jahrelang gegen so eine Maschine gewehrt, weil ich wahrscheinlich schon ahnte, wo mich der Besitz einer ebensolchen langfristig hinführen wird: In den Eiscreme-Overkill!

Nun ja, jetzt wurde mir so eine Maschine dennoch geschenkt und ich hab mich meinem Schicksal ergeben. ? Mein veganes Lieblingseis war bisher solches auf Kokosmilchbasis, seitdem ich das nun aber selbst mache, werde ich wahrscheinlich nie wieder welches kaufen können. Selbstgemacht ist es viel cremiger und Haushaltszucker ist auch nicht drin. Das hat nicht nur gesundheitliche, sondern ganz praktische Gründe: Damit Eiscreme richtig cremig wird, wird Zucker in Form von Sirup (z.B. „Invertzuckersirup“) zugefügt. Ich verwende dafür Ahorn- oder Reissirup, Agavendicksaft oder Kokosblütensirup. Und ich hab mir vorgenommen, auch mal mit Zuckerrübensirup* zu emperimentieren. Den kann ich mir u.a. sehr gut in einem herben Schokoeis vorstellen…

Veganes Eis ohne Eismaschine

Es geht natürlich auch ohne Eismaschine. Die Eismasse kann man in einer Schüssel einfrieren und in den ersten 2 Stunden hin und wieder mit dem Schneebesen umrühren. Es bleiben bei dieser Methode immer ein paar Kristalle im Eis. Darum die Eiscreme ca. 20 Min. vor dem Servieren antauen lassen. So spürt man die Kristalle kaum noch. Alternativ lässt sich die Eismasse natürlich auch in Eiswürfelformen einfrieren.

Zum Servieren dann einfach die Kokos-Eiswürfel in den Mixer geben und pürieren. Das ist übrigens auch ideal für geeisten Mango-Lassi…Hmmmm… Apropos Mango Lassi: Ich habe mit der Grundmasse natürlich auch schon rumexperimentiert und Mangopüree unter die fertig gerührte Eiscreme gehoben:

Eis richtig süßen

Ein Hinweis noch, wenn Du Dein eigenes Eisrezept entwickeln möchtest: Die Eismasse immer so abschmecken, dass sie kurz über „zu süß“ ist. Dann ist sie im gefrorenen Zustand genau richtig.






Welche Kokosmilch eignet sich am besten?

Ich habe das Rezept bisher mit zwei Sorten Kokosmilch getestet: Zum Einen solche aus der Dose mit einem Fettgehalt von mind. 60 %, die empfehle ich für das Rezept. Wichtig ist, dass der Kokosmilch keine verdickenden Zusätze wie Guarkernmehl beigemischt wurden, da sich so der Kokosrahm nicht trennt und dementsprechend auch nicht abgeschöpft werden kann.

Die Kokosmilch von Rapunzel* eignet sich, aber z.B. auch die Bio-Eigenmarke von Edeka. Diese beiden Sorten haben einen besonders hohen Kokosnussanteil, es bleibt also mehr Kokosrahm zum Abschöpfen. Auch mit Kokosmilch aus dem Tetrapack habe ich dieses Rezept schon ausprobiert. Die findet man oft in Asiasupermärkten, z.B. von Aroy. Obwohl auch in der Aroy Kokosmilch keine Zusätze sind, finde ich, dass sich der Rahm beim Kühlen nicht so gut absetzt, wie in der Milch aus Dosen. Man erwischt also mehr von dem Kokoswasser und das Eis wird nicht ganz so cremig, es schmeckt aber natürlich trotzdem.

Eismaschine

Ich verwende eine Eismaschine, deren Rührbehälter 1,2 Liter fasst, was der Größe der meisten Maschinen entspricht. Es ist ein ganz einfaches Modell, bei dem man den Rührbehälter vor der Verwendung mindestens 8 Stunden einfrieren muss.

Alternativ dazu gibt es Eismaschinen mit Kompressor, die sind allerdings größer und teurer sind. Dafür kann man mit solchen Maschinen unterschiedliche Eissorten direkt nacheinander herstellen, was bei den einfachen Maschinen nicht funktioniert. Für „kleinere“ Eisgelüste und 2-4 Personen reicht meiner Meinung nach aber eine einfache Maschine, ohne Kompressor, aus. Die sind ab ca. 35 Euro zu haben.

Die Schwachstelle von Eismaschinen ist immer das Rührwerk. Beim Kauf am besten darauf achten, dass sich der Rührer  einfach und „langfristig“ am Motor befestigen lässt. Ich habe ja wie gesagt eine sehr günstige Eismaschine (von Mia) geschenkt bekommen und sehe bei der jetzt schon, dass die Verbindung zwischen Rührer und Motor langfristig „ausleiern“ könnte. Auf der anderen Seite tut die Maschine wirklich, was sie soll und rührt cremiges Eis in 30-50 Min.

In diesem Sommer kommt sie noch ein paar Mal zum Einsatz und dann kann ich sicher mehr über die Lebensdauer sagen. Hier habe ich ein paar günstige und teurere Modelle mit guten Bewertungen recherchiert, außerdem das Rezeptbuch Veganista Icecream von den Gründerinnen der gleichnamigen Eisdiele in Wien. Die machen dort richtig gutes Eis, ich war selbst schon dort und hab probiert, und das Buch schau ich mir jetzt auch nochmal genauer an.


Kokoseis mit Vanille – Rezept aus 5 Zutaten (ca. 10 Kugeln, 123 kcal pro Kugel)

Für das Kokoseis:

  • 1 gekühlte Dose Kokosmilch (à 400 ml, Fettgehalt 60-80%)
  • 200 ml pflanzliche Sahne zum Aufschlagen (bisher getetest: Leha Schlagfix & Provamel Soya Cuisine, beide gut!)
  • 6 EL Sirup (z.B. Agavendicksaft, Ahorn- oder Reissirup)
  • 1 gestr. TL gemahlene Bourbon-Vanille oder 1 Vanilleschote
  • ½ TL Johannisbrotkernmehl

Kokoseis zubereiten:

  1. Die gekühlte Kokosmilch öffnen und die feste Schicht Kokosrahm oben in der Dose mit einem Löffel abschöpfen. Das übrige Wasser kann z.B. für Smoothies verwendet werden.
  2. Den Kokosrahm mit den übrigen Zutaten glattpürieren. Die Masse in eine Eismaschine füllen. (Bei den meisten Maschinen sollte sich der Rührer dabei bereits drehen.) Das Eis 30-40 Min. in der Maschine rühren. Direkt nach dem Rühren hat die Eismasse eine Softeis-Konsistenz. Jetzt können ggf. noch zusätzliche Zutaten wie Kokoschips, Schokolade, Fruchtpürees etc. dazugegeben werden.
  3. Für festeres Eis, das man zu Kugel formen kann: Die Masse in eine verschließbare Box füllen, glattstreichen und für mind. 2 Std, besser über Nacht, einfrieren. Ca. 15 Min. vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen, so lässt sich das Eis besser portionieren.

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Rezept
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Rezeptname
Veganes Kokoseis Rezept: Cremig, laktosefrei, mit & ohne Eismaschine
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